COV 92009

Bei kaum einem anderen großen Werk der Musikgeschichte gibt es so viele Geheimnisse um seine Entstehung wie bei Mozarts Requiem: Vom ominösen maskierten Auftraggeber über die immer wieder geäußerte Kritik an der Vervollständigung des Fragments durch Mozart-Schüler Süßmayr (die sich dennoch als gängige Fassung im Konzertleben etabliert hat) bis zur Spekulation, der Komponist habe gewusst, dass er seine eigene Totenmesse schreibe. Die Quellenlage ist unübersichtlich, neben Süßmayr waren noch weitere „Vervollständiger“ mit am Werk, das Witwe Constanze als eines von Mozart allein veröffentlichen wollte. Einige Mozart-untypische stilistische Brüche in der gängigen Fassung verstärken die Zweifel. Nach gründlichem Quellenstudium und vergleichenden Stilanalysen legt Michael Ostrzyga nun eine behutsam korrigierte Fassung vor, mit der er den „für November/Dezember 1791 wahrscheinlichsten kompositorischen Lösungen“, die Mozart wohl gewählt hätte, näherkommt. Chorwerk Ruhr präsentiert eine erste Referenzeinspielung.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
REQUIEM KV 626 (1791)
in der Fassung von Franz Xaver Süßmayr & Joseph Eybler, komplettiert und editiert von Michael Ostrzyga
1. Introitus 4:10
2. Kyrie 2:34
3. Dies Irae 1:55
4. Tuba mirum 3:13
5. Rex Tremendae 1:53
6. Recordare 5:02
7. Confutatis 2:12
8. Lacrimosa 4:16
9. Domine Jesu 3:23
10. Hostias 3:54
11. Sanctus 1:24
12. Benedictus 3:25
13. Agnus Dei 2:36
14. Lux aeterna 5:14
Ignaz Ritter von Seyfried (1776–1841)
15. LIBERA ME 5:42
Gesamtspielzeit: 51:02
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