
Zwischen Kerker und Krone
Jan Václav Stich war einer der größten Hornvirtuosen der Zeit um 1800 – und er hatte ein ziemlich aufregendes Leben: Er floh aus der Leibeigenschaft und musste sich vor Häschern verstecken – deshalb »italienisierte« er zur Tarnung seinen Namen. Das Horn stand immer im Mittelpunkt seines Wirkens als Solist, Kapellmeister, Arrangeur und Lehrer. Einer seiner Schüler war Johannes Amon, der die Vorliebe für das Waldhorn ebenfalls in eigene Kompositionen umsetzte, die wiederum Johann Michael Mettenleiter inspirierten. Besonders reizvoll ist die Kombination mit Traversflöte und Streichern, die die Compagnia di Punto auf ihrer neuen CD in drei Kompositionen aus dem Umfeld ihres Namensgebers präsentiert.
