Songs of Insurrection ist Frederic Rzewskis Verbeugung vor den Aufständischen der Geschichte. Er reflektiert über jedes der sieben Lieder, die aus völlig unterschiedlichen Kontexten stammen, und stellt sie in ursprünglicher Form vor, ehe er sie in einer Vielzahl von Stilen neu interpretiert: neobarocker Kontrapunkt, Atonalität, amerikanischer Blues und Jazz, akkordischer Choral, fantasievolle Gesten klassischer Tastenimprovisatoren von Bach bis Skrjabin und vieles mehr. Die Sammlung wird hier als Ersteinspielung vom Komponisten und Pianisten Thomas Kotcheff präsentiert. Unter anderem mit Die Moorsoldaten, geschrieben von den Insassen des KZ Börgermoor, Ain’t Gonna Let Nobody Turn Me Around, der Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, und Oh Bird, Oh Bird, Oh Roller aus dem koreanischen Bauernaufstand von 1894 geht Songs of Insurrection auf eine rebellische Weltreise.

Thomas Kotcheff © Aaron Holloway-Nahum
Frederic Rzewski (b. 1938): Songs of Insurrection (2016)
1. I Die Moorsoldaten (Germany)* 7:03
2. II Katyusha (Russia) 7:39
3. III Ain’t Gonna Let Nobody Turn Me Around (USA) 11:07
4. IV Foggy Dew (Ireland) 8:27
5. V Grândola, Vila Morena (Portugal) 9:26
6. VI Los Cuatro Generales (Spain) 10:16
7. VII Oh Bird, Oh Bird, Oh Roller (Korea) 16:44
Gesamtspielzeit: 70:42
* Die ursprünglichen Satzbezeichnungen bestehen nur aus römischen Ziffern
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