
Die Macht der Geräusche – das war der ursprüngliche Titel der zur Münchner Biennale 2008 uraufgeführten Geräuschoper hellhörig, und er charakterisiert treffend, was hier im Mittelpunkt steht: Carola Bauckholt geht nicht den üblichen Weg, den Klang traditioneller Instrumente ins Geräuschhafte auszuweiten, sondern den umgekehrten: Die Geräusche stehen am Anfang, Instrumente und menschliche Stimmen treten zu ihnen in Beziehung, imitieren sie und sorgen für irritierende Wechselwirkungen. Zum Instrumentarium treten u. a. hinzu eine Zinkwanne, Lampenschirme aus Metall, Do-sen und Schachteln, Kugeln, Staubsauger, Luftballons.
