An persönlicher Ausdrucktiefe ist Leos Janáčeks zweites Streichquartett wirklich schwer zu übertreffen. Nur wenige Jahre zuvor hatte er sein erstes Streichquartett geschrieben und ihm den Beinamen „Kreutzersonate“ nach Tolstois gleichnamiger Erzählung gegeben. Über die vier Sätze des Quartetts wird konsequent eine emotionale Steigerung aufgebaut, die der tragischen Handlung der Vorlage entspricht. Von der „heißen Glut menschlicher Gefühle“ sprachen Kritiker auch beim fünften Streichquartett Bela Bartóks. Das Bennewitz Quartett bietet mit diesen drei Werken eine gute Stunde intensivsten Musikerlebnisses.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner