Eine Repertoirelücke gab den Anstoß zu einer echten Neuentdeckung: Für die Flöte gibt es reichlich Repertoire aus der Barockzeit und auch seit dem 20. Jahrhundert wieder. Die so produktive Epoche der Romantik aber behandelte gerade dieses Instrument etwas stiefmütterlich. Das Duo Terragni/Sarasin wollte Abhilfe schaffen und griff zum bewährten Mittel der Bearbeitung, in der Musik seit Jahrhunderten gebräuchlich. Objekt der Anpassung an die Flöte wurde nicht ein bekanntes Werk, sondern eine echte Trouvaille: Die Violinsonate der in ihrer Zeit (obwohl deutlich jünger) zuweilen als „weiblicher Beethoven“ bezeichneten Komponistin Emilie Mayer. Nur wenige Eingriffe in den Originaltext waren nötig, um dieses energiegeladene Werk in neuem Gewand erscheinen zu lassen. Ergänzt wird die Sonate durch eine Originalsuite der heute ebenfalls wenig bekannten Laura Netzel und einige kleinere Stücke der beiden Komponistinnen, die einmal mehr eindrücklich beweisen, welche Repertoire-Schätze es abseits der ausgetretenen Pfade immer noch zu heben gibt.

Miriam Terragni ⋅ Catherine Sarasin © Daniel Miguel
EMILIE MAYER (1812 – 1883)
Sonate D-Dur für Violine & Klavier, bearbeitet für Flöte & Klavier
1. I Agitato con passione 7:56
2. II Adagio 6:12
3. III Scherzo 3:23
4. IV Finale 6:23
EMILIE MAYER
5. Nocturne op. 48 6:06
LAURA NETZEL (1839 – 1927)
6. Tarantelle op. 33 1:58
LAURA NETZEL
Suite für Flöte & Klavier, op. 33
7. I Andante 2:43
8. II Allegretto non troppo vivo 2:17
9. III Allegro 2:08
LAURA NETZEL
10. Humoresque op. 37 2:09
11. Romance op. 38 2:57
12. Romance op. 40 3:20
13. Andante religioso op. 48 3:51
14. Berceuse op. 59 3:31
15. La Gondoliera op. 60 3:09
16. Berceuse op. 69 3:04
17. Colibri op. 72 2:51
Gesamtspielzeit: 1:04:06
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