ECHO KLASSIK 2016
in der Kategorie Konzerteinspielung


Auch wenn schon der fünfjährige Mozart unmissverständlich konstatierte, der Herr Wagenseil verstehe was von Musik, blieb diesem eine nennenswerte Verbreitung im Konzertleben versagt – wie viele Angehörige seiner Generation, der nach Bach und Händel, leidet er bis heute darunter, in die Schublade mit dem unseligen Begriff „Vorklassik“ gesteckt zu werden; als sei die Musik dieser Zeit kurz nach der Mitte des 18. Jahrhunderts nur eine unfertige Vorstufe zur eigentlichen Klassik. Dass die frühe Klassik Wagenseils ihre eigenen musikalischen Qualitäten hat, wird beim Hören schnell klar: Christophe Coin, anerkannter Spezialist im Aufspüren verborgener Repertoireperlen, zeigt mit zwei Cellokonzerten nicht nur seine eigene interpretatorische, sondern auch die Klasse des Komponisten, ebenso das ihn kongenial begleitende orchester le phénix, dass zusätzlich mit einer Sinfonie den Status Wagenseils als lohnende Entdeckung untermauert.

„Auf seiner neuesten CD stellen Christophe Coin und das orchester le phénix eindrucksvoll die großen Qualitäten von Wagenseils Musik heraus. […] In dieser Interpretation können es Wagenseils Cellokonzerte locker mit denen von Carl Philipp Emanuel Bach oder auch Joseph Haydn aufnehmen.“
(Bernhard Schrammek in: rbb Kulturradio 18.1.2016)

„Christophe Coin und das orchester le phénix stellen Cellokonzerte von Georg Christoph Wagenseil in einer vorbildlichen Produktion vor. […] Klarheit, Tiefenbrillanz und räumliche Darstellung dienen imbesten Sinne der Einspielung.“
(Dr. Jürgen Schaarwächter in: klassik.com 5.3.2016)

Georg Christoph Wagenseil (1715-1777)
Cellokonzert in C, WV 341
1. I Moderato 8:17
2. II Larghetto 7:17
3. III Allegro 4:27
Symphonia Ex C à Quadro
4. I Allegro assai 2:59
5. II Andante 6:29
6. III Tempo giusto 2:02
Cellokonzert in A, WV 348
7. I Allegro 6:18
8. II Largo 6:19
9. III Allegro moderato (Cantabile con grazia) 5:29
Gesamtspielzeit: 49:34
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